
Deutsche Guggenheim Berlin (Exterior) / Photo: David Heald, Solomon R. Guggenheim Foundation / © Deutsche Guggenheim Berlin
Das Deutsche Guggenheim Berlin, die 1997, dem Jahr der Eröffnung des Guggenheim Museums in Bilbao, durch die Solomon R. Guggenheim Foundation und die Deutsche Bank gegründet wurde, ist aus der Kunstszene nicht mehr wegzudenken. Seit seiner Eröffnungsausstellung "Pariser Visionen: Robert Delaunays Serien" am 7. November 1997 hat sich das Deutsche Guggenheim Berlin in der internationalen Kunstwelt als innovative Kunstinstitution erwiesen. In der von dem amerikanischen Architekten Richard Gluckman entworfenen Halle wurden seither über vierzig viel beachtete Ausstellungen überwiegend moderner Kunst gezeigt. Dazu gehören Künstler wie Katharina Sieverding, Georg Baselitz, Jeff Koons, Bruce Nauman und William Kentridge. Ab dem 26. April 2008 werden neue Bilder, Installationen und Videos der aktuellen Villa Romana-Preisträger Dani Gal, Julia Schmidt, Aslı Sungu und Clemens von Wedemeyer in der Kunsthalle Unter den Linden zu sehen sein. Die Deutsche Bank fördert die Villa Romana seit den zwanziger Jahren und ist gegenwärtig der größte private Förderer des Trägervereins der Villa Romana.
Nahezu einzigartig am Deutsche Guggenheim Berlin ist jedoch, dass diese immer wieder bedeutende Auftragsarbeiten an zeitgenössische Künstler vergibt. Die erste Auftragsarbeit wurde an James Rosenquist vergeben und 1998 gezeigt. Rosenquist, einer der bedeutendsten amerikanischen Pop-Art Künstler der sechziger Jahre, schuf ein monumentales, aus drei Teilen bestehendes Wandgemälde. Zugeschnitten auf den klaren Ausstellungsraum des Museums ließ die Arbeit "The Swimmer in the Econo-mist" an den Wänden eine Art Panoramabild entstehen, das den Betrachter umschloss. Erst kürzlich zeigte die Deutsche Guggenheim Berlin die Ausstellung Jeff Wall: Belichtung. Die Ausstellung wurde speziell von Jeff Wall für das Deutsche Guggenheim zusammengestellt und zeigte erstmals vier neue großformatige Schwarz-Weiß-Fotografien des kanadischen Künstlers. Gemeinsam mit dieser neuen Werkgruppe wurden fünf Arbeiten früheren Datums präsentiert - Silbergelatineabzüge sowie Großbilddias in Leuchtkästen -, die sowohl formale als auch thematische Parallelen aufweisen. In 2008 und 2009 werden Auftragsarbeiten von Anish Kapoor (2008) und Julie Mehretu (2009) folgen.
Seinen großen Erfolg verdankt das Deutsche Guggenheim auch einer engagierten Kunstvermittlung und seinem sozialen Engagement. Von Anfang an zählten Führungen, Vorträge und Filmprogramme, die die bislang über vierzig Ausstellungen begleitet haben, mit zum Konzept. Ein Schwerpunkt sind dabei spezielle Programme für junge Besucher. Rund 1000 Kindern und Jugendlichen pro Ausstellung konnte ein ganz individueller Zugang zu den gezeigten Kunstwerken ermöglicht werden. In eigens konzipierten Führungen werden ihnen die Arbeiten auf eine spielerisch-kreative Weise näher gebracht, um so ihr Interesse am Thema Kunst zu wecken. Ferienprogramme, oft in Zusammenarbeit mit Berliner Institutionen, ergänzen das Angebot. In den Aktivitäten des Deutsche Guggenheim Club verbinden sich Kunstvermittlung und soziales Engagement. Künftig wird der Club Einrichtungen der Kinder- und Jugendbildung unterstützen.









