Junges innovatives Design liegt voll im Trend! Der Mode-Nachwuchs ist heute gefragter denn je – die Modemessen machen für sie die Bühne frei - und ein Nachwuchs-Designer-Award könnte das Sprungbrett für eine große Karriere sein.
„Wir müssen gezielt fördern. Junge Designer müssen Wettbewerbe gewinnen und wir müssen den Nachwuchs hier unterstützen!“ sagt auch der Top-Designer Guido Maria Kretschmer. Er zeigt seine Mode bereits dort, wo diese jungen Designer erst noch hinkommen möchten: auf den internationalen Laufstegen.
"Spiel der Zeiten" hieß das Motto des dritten Fashion-Design-Award-NRW. Der Mode-Wettbewerb gehörte zu den Auftakt-Veranstaltungen der cpd in Düsseldorf und war Bestandteil des neu geschaffenen Kreativ-Netzwerks voices of fashion.
Mehr als 150 Bewerber von Modeschulen aus ganz Nordrhein-Westfalen hatten sich beworben und 12 junge Nachwuchsdesigner haben es ins Finale geschafft. In der Düsseldorfer „Nachtresidenz“ stellten sie vor mehr als 1000 Zuschauern ihre spektakulären Kreationen unter Beweis. Aber nicht nur die Mode, auch Make-up, Frisuren, Musik und Choreografie mussten sie sich zu ihren Modellen einfallen lassen: auch der beste Look wurde hier prämiert. Denn auch Boris Entrup, Make-up-Artist für Maybelline Jade und bekannt durch seine Make-ups von Germany´s Next Topmodels sowie Star-Visagist der Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin, saß in der Jury!
Feste Größen auf dem Berliner Catwalk sind auch die Designer Kilian Kerner und Guido Maria Kretschmer, deren Urteil mitentscheidend war, wer vielleicht die „Mode von Morgen“ macht war. Und auch mit Akim Balla (Marketing Direktor von Maybelline), der Designerin Arrey Kono; Ruth Heinen (Head of Couture von Rita Lagune) und Debora Strobel von Van Laack hatte Harald Thomas, Leiter des Fashion Design Instituts Düsseldorf und Initiator des Wettbewerbs, eine kompetente Jury zusammengestellt.
"Spiel der Zeiten" besonders ausdrucksstark übersetzt haben Susanne Frehn und Carolin Hüllwegen mit ihrer Kollektion „déjà vu und Wiedergeburt“. Jedes Model stellte eine Kunst dar, ob Musik – ein mit vergilbten Notenblättern dekoriertes Seiden-Outfit im Farbverlauf, oder die Malerei – der alte Maler-Rock mit gebauschten Ärmeln darunter; oder ganz provokativ, die Jagd – ein Kleid aus Filz und alten Karos zum Hirschgeweih! Begeistert haben auch die zart gefärbten Kleider aus blassen Nesselstoffen von Tatjana Kari, die mit fantasievollen Handstickereien und Pompons aus Stoffstreifen fast wie gealterte Blüten wirkten.
Aber nicht alles spiegelte das „Alte“ wider. Provokativ frech waren die abstrakten Minikleider von Felicitas Hillebrand, die für ihre Kollektion „day & night, Licht und Schatten“ kurvenreich mit Schwarz und Weiß spielte.
Mit Themen wie Ebbe und Flut, Sammet Punk oder Wildwest-Cowboys galt es, zu überzeugen und einen der begehrten Preise zu gewinnen.
Den Hauptpreis gewann Valeria Klimova - mit zarten Outfits aus pudertoniger Fallschirmseide, die sich mit der Leichtigkeit des Materials ballonartig um den Körper bewegten. Mit 1500 Euro Startgeld, einer Nähmaschine im Wert von 2000 Euro, dazu noch einem Praktikum bei der Designerin Annette Görtz sowie einen Monat lang die Schaufenstergestaltung bei „Milian“ in Düsseldorf – und dazu noch ein Jahresabo der Zeitschrift „Collections“ – rückt die Bielefelderin ihrem Designer-Ziel schon ein Stück näher.
Aber auch der zweite Preis war heiß begehrt: wer möchte nicht ein Praktikum bei Philipp Plein in der Schweiz machen? Dazu auch noch mit 1000 Euro honoriert wurde Tatjana Kari für ihr „Spiel der Zeiten“. Und Maybelline Jade spendierte ihr sogar noch einen Extra-Preis: Einen Blick hinter die Kulissen bei der nächsten Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin.
Nicht allein das Outfit steht für Akim Balla von Maybelline in der Mode im Vordergrund. „Zu der Aufgabe eines Designers gehört es, ein Gesamtkonzept zu präsentieren, und dazu gehört auch, Make-up Artists und Friseuren das richtige Briefing zu geben, damit es ein Gesamtkunstwerk wird“.
Den dritten Preis gewann Gabriele Altvater mit ihrer Kollektion „Key to the Future“, dotiert mit einem Startgeld von 500 Euro und einem Praktikum bei Van Laack!
Einen Sonderpreis von Maybelline Jade für das Gesamtkonzept gab es für Saime Karabiber, auch sie darf bei der Fashion Week in Berlin backstage den Großen Designern über die Schulter schauen!
Aber auch alle anderen Teilnehmer bekommen Praktikantenplätze in der Modebranche angeboten.
So sind sie doch alle Gewinner! Die jungen Designer haben ihre Kollektion während der Modemesse in einer angesagten Location gezeigt, konnten Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit genießen, wichtige Kontakte knüpfen und - dabei auch noch viel lernen.
Und Boris Entrup findet es wundervoll, „mit jungen Nachwuchsdesignern zu arbeiten und ihre Dynamik in Bahnen zu leiten – in Sachen Make-up und Style!“, - vielleicht in Richtung Fashion Week in Berlin oder Düsseldorf?!
(Alexandra von Schledorn, Modejournalistin, für creative face Magazin)









