BEST OF BOTH WORLDS
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creative face Berlin Loves Fashion: PUMA & Sakina M'sa bei der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin H/W 2011

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mercedes-benz fashion week berlin a/w 2011: puma grip bag by puma & sakina msa / foto: mercedes-benz fashion week berlin
Mercedes-Benz Fashion Week Berlin a/w 2011: PUMA Grip Bag by PUMA & Sakina M'sa / Foto: Mercedes-Benz Fashion Week Berlin
Über den Dächern von Berlin präsentierte PUMA im Rahmen der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin die aktuelle Kollaboration mit der französischen Designerin Sakina M'sa im trendigen Soho House. Ergebnis der Zusammenarbeit ist eine Neuauflage der legendären PUMA Grip Bag, die es ab August diesen Jahres in einer limitierten Auflage von insgesamt 100 Stück weltweit zu kaufen gibt, zehn davon werden in Deutschland erhältlich sein. 

Farblich ist das Model in satten Blaunuancen gehalten, die durch Patch Work Technik miteinander kombiniert wurden. Von der Arbeiterklasse und dem dazugehörigen Blaumann inspiriert, wurden die Taschen in Mitten von Maßbändern, Scheren, Schraubenschlüsseln und anderen Arbeitsutensilien stimmig platziert.

Im Interview erzählen uns der verantwortliche Kreativdirektor im Bereich Accessoires von PUMA Stuart Adams und die zierliche Französin, wie anstrengend so eine Promotiontour ist, was sie sich für die Zukunft wünschen und vor allem, was es mit diesen Taschen auf sich hat.

Ihr gebt heute mehrere Dutzend Interviews. Wie fühlt sich das an, und kann so etwas auch mal nerven?

Stuart: Erstmal kostete es natürlich Kraft. Aber man hat für diese Kollektion gearbeitet und möchte sie nun auch anständig präsentieren. Außerdem ist es meine Aufgabe als Designer, dem Publikum bestimmte Details zu erklären. Dass unsere Kollektion aus recycelten Materialien besteht, erkennt ein Betrachter wahrscheinlich nicht.

Welche Rolle spielt Wiederverwertbarkeit in dieser Kollektion und generell im Puma-Imperium?

Stuart: Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema. Sie geht Hand in Hand mit sozialem Engagement und ist unverzichtbar. Wir als große Marke haben eine Verantwortung den Menschen, der Welt gegenüber. Wir schaffen zwar Konsumartikel, dabei wollen wir jedoch nicht aus den Augen verlieren, worum es letztendlich geht. Menschen.

Sakina: Unsere Kollektion soll den einfachen Arbeiter in das Zentrum des Bewusstseins rücken. Gutes, ehrliches Handwerk als Grundstein von Mode. Als ich mit Puma in Kontakt trat, spürte ich schnell, dass ich hier mit echten Menschen zusammenarbeite. Mit Menschen, die an etwas glauben, die Werte haben und unglaubliche Energie und Kreativität besitzen.  

Wie war die Kollaboration für sie als junge Designerin mit einem großen Designteam zusammen zu arbeiten und gab es etwas, was sie lernen konnten?

Sakina: Gelernt habe ich in der Tat sehr viel. Ich denke, das wichtigste als Designer ist, sich nicht einzuigeln. Sondern offen in die Welt hinauszugehen, sich inspirieren zu lassen. Dazu gehört auch, dass man seine eigenen Grenzen kennt. Mit so einer etablierten Marke wie Puma zu arbeiten, hat mir neue Möglichkeiten im Verarbeitungsprozess und bei der Umsetzung eröffnet. Zusammen haben wir etwas Wunderbares geschaffen, was den Geist aller am Prozess Beteiligten in sich trägt.

Puma sucht sich oft Designer und Künstler für Kollaborationen aus, die perfekt in das soziale Image der Firma passen. Inwieweit ist das Teil einer großen Unternehmensstrategie?

Stuart: Ich selbst spüre davon gar nichts. Mir geht es um die Menschen, mit denen ich arbeite. Wenn man sich die Puma-Historie ansieht, wird man sehen, dass Charity und Fair Trade immer eine große Rolle im Firmenprofil gespielt haben und das nicht erst, seit es Trend geworden ist. Sakina: Das kann ich persönlich nur bestätigen. Puma leistet großartige Arbeit in Afrika. Ich würde niemals mit einer Firma zusammenarbeiten, an deren Werte ich nicht glauben könnte. Dass ist doch das Entscheidende beim Arbeitsprozess: dass man Hand in Hand zusammen vorwärts kommt.

Wohin möchten sie nach dieser Kollektion noch kommen und mit wem würden sie gerne arbeiten?

Sakina: Ich plane nicht. Jetzt genieße ich erstmal meine tolle Kollektion mit Puma und freue mich, dass ich in Berlin so eine aufregende und interessante Zeit habe. Für die Zukunft wäre es natürlich ein Traum mit Designern zusammenzukommen, die ich bewundere. Allen voran Hussein Chalayan, der mich immer wieder beeindruckt mit seinen spannenden Entwürfen.

Stuart: Ich mag deine Antwort... Für alle, die es nicht wissen: Chalayan ist neben der Arbeit für sein eigenes Label seit 2008 auch Kreativdirektor im Bereich Sport-Fashion bei PUMA. (gemeinsames Lachen)

Ob nun ausgeklügelte Marketingstrategie oder ehrliche Designleidenschaft. Puma und Sakina M'sa verstehen sich prächtig und passen großartig zusammen. 

(Interview/Text: Lisa Kober für creative face Magazin)
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